BILDILLUSION / Andreas Alfons Werner

Über mich

Wer ist Andreas Alfons Werner?

Ich bin Grafikdesigner und  Illustrator und beschäftig mich mit zwei Themen: 3D/CGI und KI-Bild-Erzeugung. Beides runde ich ab mit Expertise in Photoshop und gestalterischer Begeisterung.

3D und ich

Meine Historie mit CGI ist etwas ungewöhnlich, nämlich u.a. über den Weg der Entwicklung einer 3D-Anwendung für den Westermann Schulbuchverlag. Der Diercke-Globus, das deutsche Äquivalent zu Google Earth, ist noch immer begleitender Teil eines jeden „Diercke Weltatlas“.  

Ich begann ursprünglich als digitaler Illustrator, zu einer Zeit als Photoshop den Kinderschuhen entwachsen war und 3D-Programme verfügbar wurden. Das Internet hatte noch wenig Bandbreite und „Multimedia“ war damals das Buzzword, CD-ROM-Produktionen. Aus dem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig wechselte ich direkt in die Selbstständigkeit. Zusammen mit meinem Kompagnon Karl Grupe gründeten wir die imagon GmbH und stellten bald auf Software-Entwicklung im Bildungsbereich um. Die Krone unseres Schaffens war der Diercke-Globus (und später andere Geographie-Produkte). Diese 3D-Software wurde von unseren Leuten von null an entwickelt. Für die Koordination dieses Projekts von vielen Jahren Dauer bin ich selbst intensiv in die 3D-Materie eingestiegen, nicht als Entwickler, sondern für Assets, und parallel dazu hat mich der Bereich fotorealer Darstellung immer fasziniert, besonders die Software Cinema 4D, in der ich mich stets fit gehalten habe und die ich später für Produktvisualisierungen einsetzen konnte.

Der Diercke 3D Globus wird heute weitergeführt durch KST Innovations, Braunschweig (nach Fusion der imagon GmbH mit KST). 
Ich selbst setze die 3D-Visualisierung fort, konzentriere mich weiter auf Fotorealismus für Produkte und Szenen. Gelegentlich gestalte ich selbst Objekte, um damit in der Darstellung freiere Beispiele zeigen zu können. Obwohl ich kein Industriedesigner bin, entstehen dabei bisweilen anwendbare Ergebnisse (siehe Küchendesign Onda).

KI und ich

Künstliche Intelligenz schien über Nacht einfach da zu sein, ab Mitte 2022. Und ich fand sie schrecklich. Ein Geflecht aus Algorithmen bestiehlt uns Kreative — und jeder Depp erzeugte damit Bilder! Ich war richtig sauer über diese Erfindung. Wollte aber mitreden können und probierte sie aus. Und hörte nicht auf mit dem Ausprobieren, denn sie brachte einen organischen Touch, der in 3D nur mit viel Aufwand zu erzielen ist.
Mein Fazit kam schnell: Zwar kann jeder sofort irgendetwas damit generieren, doch nur visuelle Profis können die KI zweckorientiert einsetzen. Fotografen, Illustratoren, Künstler und Designer mit Erfahrung sind die Einzigen, die damit ernstzunehmende Bildprodukte erstellen können  wenn sie sich die KI zu eigen machen. Niemand wird in den kreativen Berufen durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden, sondern nur durch Konkurrenten, die KI benutzen. Und sie ist gekommen um, zu bleiben.

Nicht nur deshalb wette ich auf diese Technologie und setze sie aktiv ein, auf eine Weise, die etwas nie zuvor Dagewesenes ermöglicht. Vielleicht einen ganz neuen kreativen Beruf.

Bei der Erzeugung von 3D Objekten wird es noch deutlich länger dauern, bis mit einer echten Umstellung zu rechnen ist – doch bislang hat die KI in ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit uns alle überrascht.  
Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und eigener Vorstellungskraft ist kein Widerspruch. Für mich ist die neue Technik vor allem ein Werkzeug, um die Projekte meiner Kunden besser umzusetzen. Für Bilder ist die Kombination 3D umit KI bestens geeignet.